LUMA Arles Turm
Einleitung
Das von Frank Gehry entworfene Meisterwerk bildet das Herzstück des LUMA-Stiftungscampus. Hier verschmelzen Architektur, Kunst, Natur und Design in einer innovativen Synthese. Unter der Leitung des New Yorker Büros Selldorf Architects wurde das ehemalige Industriegelände revitalisiert und dient jetzt als kreativer Thinktank. Gehrys ambitionierte Architektur zielt darauf ab, Arlés zu einem pulsierenden Zentrum für Kultur, mit neuen Galerien, Forschungseinrichtungen, Archiven, Workshops und Seminaren, zu machen.
Der von Gehry entworfene Guggenheim-Museum in Bilbao löste einen unerwarteten Boom aus, und Arlés hofft auf ähnliche Impulse durch das neue Gebäude.
Standort
Die neue Torre Luma Arlés erhebt sich im experimentellen Campus und Kunstzentrum Luma Arles im Süden Frankreichs, auf dem Gelände der ehemaligen SNCF-Werkstätten im Parc des Ateliers.
Konzept
Das Design zollt dem Maler Vincent Van Gogh sowie der Natur und Geschichte der Region Tribut. Die Gestaltung der Edelstahlverkleidung spiegelt die Art wider, wie der niederländische Künstler die Berge der Region und den Sternenhimmel in seinen Gemälden darstellte.
In der Gestaltung des Turms ließ sich Gehry von Van Goghs „Sternennacht“, gemalt in der nahe gelegenen Stadt Saint-Rémy-de-Provence, inspirieren. Die unregelmäßigen Formen der Fassade erinnern an die charakteristischen Kalksteinfelsen der Region.
„…Wir wollten das Lokale einfangen, von Van Goghs ‚Sternennacht‘ bis zu den beeindruckenden Felsformationen der Region. Der zentrale Turm erinnert an die Form eines römischen Amphitheaters…“ (Frank Gehry)
Räumlichkeiten
Das Gebäude bietet vielseitige Räume, Ausstellungshallen, Forschungs- und Arbeitsbereiche sowie Veranstaltungsorte auf seinen zwölf Etagen.
Das Innenleben ist durch Aufzüge, eine doppelhelixförmige Treppe und zwei röhrenförmige Rutschen des Künstlers Carsten Höller verbunden, die die Besucher in die aufsteigenden Beton- und Stahlräume führen.
Der Tambour
Im Zentrum des Projekts befindet sich der Tambour, ein 4000 m² großer Raum, der als Foyer dient und die Verbindung zwischen dem Platz und dem Hauptgebäude herstellt.
Ausstellungshallen
Von den 15000 m² des Gebäudes sind fast 2000 m² für Ausstellungen vorgesehen, darunter eine 1000 m² große Hauptausstellungshalle ohne stützende Säulen.
Weitere Räume
Die Torre bietet zudem ein Café, ein Restaurant, ein Auditorium mit 150 Plätzen, Künstlerstudios, eine Bibliothek, einen Veranstaltungsraum, Büros, 1200 m² Archivfläche und eine Panoramaterrasse im 9. Stock.
Außenbereich
Die Außengärten mit Teichen, Vegetation und Skulpturen sind eine Erweiterung des Campus, der auf dem Gelände der alten Eisenbahnwerkstätten entstanden ist.
Struktur
Das Gebäude besteht aus drei Teilen: einem Sockel, gekrönt von einer gläsernen Rotunde, die sich zu einem Platz öffnet, einem mit Betonpaneelen verkleideten Volumen und einem zentralen Kern, der sich in vier unabhängige, mit Metallpaneelen verkleidete Türme öffnet.
Materialien
Die Struktur kombiniert vor allem Stahlbeton, Stahl und Glas.
Stahl
Die Fassade des neuen Gebäudes besteht aus 11.000 Stahlblöcken, die über 5000 m² verteilt sind und tagsüber in silbernem Licht und abends in goldenem Schimmer erstrahlen.
Glas
Die kreisförmige Basis, die den Turm umschließt, besteht aus einer gläsernen Struktur mit unsichtbaren Fugen, die hohen Temperaturen standhält.
Beton
Betonpanele, getönt und in unterschiedlichen Größen und Winkeln, bilden die äußere und innere Verkleidung des Gebäudes und erinnern an die Steine der Alpilles.
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